| Schurwolle Seide Baumwolle |
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Informationen über die wichtigsten Materialien für NaturtextilienSchurwolle Schurwolle wird aus dem Wollkleid von Schafen gewonnen."Schurwolle" ist das Haar, das vom lebenden Schaf geschoren und erstmalig verarbeitet wird. Dagegen kann "reine Wolle" auch recycelte Reißwolle enthalten. Schurwolle ist die älteste vom Menschen genutzte Faser überhaupt. Schon Jahrtausende vor Christus wurden Schafe gehalten. Nach dem Reinigen werden die Wollfasern zu Garnen versponnen. Für die Erzeugung von Bekleidung sind die sogenannten Feinwollen wichtig, hauptsächlich von Merinoschafen, wie im disana Programm. Schurwoll-Land Nummer eins ist Australien. Daneben sind Neuseeland und Argentinien, wo ein Großteil der disana Wolle gewonnen wird, wichtige Wollexporteure. Nur etwa 5% der Faserproduktion entfallen auf Schurwolle. Jährlich werden weltweit 1,6 Millionen Tonnen gewaschene Schurwollle gewonnen. Wolle hält warm, da ihre natürlich gekräuselte Faser viel isolierende luft einschließt. Sie ist gleichfalls temperaturausgleichend und gibt überschüssige Körperwärme an die kühlere Umgebung ab. Schurwolle nimmt bis zu einem Drittel ihres Eigengewichts an dampfförmiger Feuchtigkeit auf. ohne sich feucht anzufühlen. Gleichzeitig schützt die Faser Dank ihres Lanolingehalts vor äusserer Nässe und läßt Wassertropfen an der Oberfläche abperlen. Wolle lädt sich nicht elektrostatisch auf und zieht daher kaum Schmutz und gerüche an. Ein Hauptvorzug der Wolle ist aber ihre hohe Spannkraft, die sie praktisch knitterfrei macht. Seide Fasern, die aus Kokons seidenspinnender Insekten gewonnen werden, werden als Seide bezeichnet. Vor 5000 Jahren begann man in China Seide zu verarbeiten und konnte das Geheimnis ihrer Gewinnung über 3000 Jahre bewahren. Erst etwa 300 vor Christus machten Araber, Perser und Inder Bekanntschaft mit Seide. Die größte Bedeutung für Zuchtseide haben die Maulbeerspinner. Sogenannte Wildseide wird aus den Kokons der Tussahspinner gewonen. Zur Gewinnung des Fadens werden die Kokons in heißes wasser getaucht und gebürstet. Die Fäden von 3 bis 8 Kokons werden zusammen abgehaspelt. So ensteht ca. 300 - 800 m Rohseidenfaden. Für 1 kg Rohseide benötigt man 10 - 11 Kokons. Baumwolle Baumwolle wird aus den Samenfasern des Baumwollstrauchs gewonnen. Nach der Blüte der Pflanze öffnet sich die Kapsel, aus der die Samenhaare hervorquellen. Diese Samenhaare sind die Baumwollfasern, die nach dem Spinnen zu Garn verarbeitet werden. Eines der wichtigsten Qualitätsmerkmale der Baumwolle ist die Länge der Fasern - die sogenannte Stapellänge. Die Baumwolle ist die mit Abstand am häufigsten verwendete Faser der Textilindustrie. Über die Hälfte aller verarbeiteten Fasern für Textilien sind Baumwollfasern. Baumwolle trägt sich angenehm weich, ist sehr luftdurchlässig und atmungsaktiv. Die Baumwollfaser selbst besteht aus Zellulose (Kohlenhydraten). Ihr chemischer Aufbau macht Baumwolle wesentlich unempfindlicher gegen Hitze und mechanische Belastung wie zum Beispiel Seide oder Wolle. Baumwolle wird überall dort eingesetzt, wo viel Feuchtigkeit aufgenommen werden muß. Die aufgenommene Feuchtigkeit wird rasch über das gesamte Textil verteilt.
(Quelle Disana)
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